Erfolg und Start-up bei Lea Lange

Lea Lange studierte BWL an der Ludwig-Maximilian-Universität in München und machte ihren Master in internationalem Management an der ESADE in Barcelona. Während ihrer Studienzeit absolvierte sie mehrere Praktika in Unternehmensberatungen und arbeitete nach ihrem Abschluss zunächst im Start-up Casacanda, welches dann vom US-amerikanischen Mitbewerber Fab.com gekauft wurde.

Durch ihre Zusammenarbeit stellten beide fest, dass sie sich gut in ihren Kenntnissen und Fähigkeiten ergänzen. Gemeinsam mit Marcs ehemaligem Kommilitonen Sebastian Hasebrink gründeten die drei dann 2013 das Unternehmen JUNIQE in Berlin. Mit dem Claim “Art. Everywhere.” verkauft Juniqe bezahlbare Kunst aus aller Welt. Dieses Start-up wächst schnell und wird zu einem großen Erfolg.

Woher kommt der Name “Juniqe” und wie kann man sich euer Geschäftskonzept vorstellen?

„Juniqe“ kommt einfach von „jung“ und „einzigartig“, da bei uns sehr individuelle, einzigartige Produkte verkauft werden, hinter denen junge Künstler mit ihrer Geschichte und Inspiration stecken. Wir haben Juniqe vor drei Jahren mit der Vision gegründet, einen bezahlbaren Marktplatz für Kunstprodukte entstehen zu lassen. Wir arbeiten mit ganz vielen unabhängigen Künstlern auf der ganzen Welt zusammen. Die Künstler schicken uns ihre Motive und Designs, und wir kümmern uns um alles andere. Das heißt, wir produzieren, machen das Marketing und verschicken die Produkte an den Kunden. Der Künstler ist dabei am Umsatz beteiligt. Der Eckpfeiler der Marke Juniqe ist das Storytelling, weshalb der Kunde den Künstler und seine Geschichte in Videos, Interviews und in unserem Magazin kennenlernen kann.

Wie viele Mitarbeiter habt ihr mittlerweile im Team und welche Erfahrungen hast du in der Position als Chefin gemacht?

Am Anfang waren wir fünf Mitarbeiter, 2017 sind wir mehr als 100 Leute. Was sich am Anfang noch ein bisschen wie Gruppenarbeit in der Schule angefühlt hat, bringt jetzt mit so vielen Mitarbeitern auch die Herausforderung, die Start-up-Unternehmenskultur am Leben zu erhalten. In den letzten Jahren habe ich gemerkt, wie wichtig das Thema Mitarbeiterentwicklung ist. Bei uns arbeiten auch sehr viele junge Menschen, und daher kann ich natürlich nicht erwarten, dass jeder neue Mitarbeiter vom ersten Moment an alle meine Erwartungen erfüllt. Daher gebe ich mittlerweile viel direktes Feedback, bleibe aber natürlich immer sehr fair. Es ist wichtig, Erfolge zu feiern und aus Fehlern zu lernen. Bei uns gehört konstruktives 360-Grad-Feedback zur Routine, das heißt, auch meine Mitarbeiter geben mir regelmäßig direkt Rückmeldung. So können wir uns alle weiterentwickeln und vermeiden Stillstand.

Mich macht es stolz, wenn ich ins Büro komme und das Gefühl habe, dass alle Mitarbeiter motiviert und mit viel Leidenschaft bei der Sache sind.

Wie habt ihr denn die Finanzierung eures Start-ups geregelt? 

Bis die Online-Plattform fertig war, haben wir Gründer alles selbst finanziert. Anschließend hatten wir einige Business Angels, die Juniqe die ersten sechs Monate finanziert haben. Das war eine intensive Zeit, da wir ja in diesen ersten Monaten zeigen mussten, dass das Business-Modell auch funktioniert. Sonst hätten wir natürlich nie wieder eine Anschlussfinanzierung bekommen. Wir haben es aber geschafft und nach sechs Monaten eine Seed-Finanzierung eingesammelt. 2015 erhielten wir dann 5 Millionen Euro und 2016 nochmal 14 Millionen Euro für das Wachstum von Juniqe in Europa. Das war einen wichtige Erfolg für das Start-up!

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