Erfolgreich als Bloggerin und Instagrammerin: Interview mit Masha Sedgwick

Masha Sedgwick hat Wirtschaftswissenschaften studiert, da sie schon immer wusste, dass sie später einmal selbstständig arbeiten möchte. Um ihren ersten großen Liebeskummer zu verarbeiten, fi ng sie 2010 mit dem Bloggen an. Was anfangs nur ein Hobby war, wurde nach und nach zu ihrem Beruf. Damit gehört die Wahlberlinerin zu der ersten Generation, die überhaupt vom Bloggen leben kann.

„Als Gründer muss man auch lernen, sich nicht zu übernehmen.“

Mittlerweile zählt Masha zu den erfolgreichsten Modebloggerinnen Deutschlands: ihr Blog verzeichnet 400.000 Klicks im Monat und in den sozialen Medien hat sie Hunderttausende Follower. Täglich präsentiert Masha ihre neuesten Outfi ts, gibt Tipps zu Styling und Kosmetik, lässt aber gleichzeitig ihre Leser ganz nah an sich und ihrem Leben teilhaben. Diese Mischung aus Professionalität, Vielseitigkeit und Authentizität unterscheidet sie dabei von anderen Fashion-Bloggern und bestimmt maßgeblich ihren Erfolg.

Ab welchem Moment hast du bemerkt, dass dein Blog das Potenzial hat, damit auch Geld zu verdienen?

Das Potenzial war mir anfangs noch gar nicht bewusst gewesen. Der Blog ist einfach meine Welt und es macht mir Spaß, etwas Schönes zu gestalten. Erst als ich mich bei meinem ersten Fashion-Week-Besuch mit anderen Bloggern unterhielt, erfuhr ich, dass man damit auch Geld verdienen kann. Das ist auch noch nicht lange so.

Vor einigen Jahren gab es dafür noch gar keinen Markt. Aber mittlerweile werden 50 Prozent des Werbebudgets der Unternehmen in digitales Marketing investiert. Zwei Jahre nach dem Start meldete ich den Blog dann als Gewerbe an und verdiene seither mein Geld damit.

Ein Blog sieht von außen meist mühelos aus, aber dahinter steckt oftmals extrem viel Arbeit. Welche Aufgaben gehören denn genau zu deiner täglichen Arbeit?

Ich erstelle jeden Tag einen Artikel und habe mindestens einmal in der Woche ein Fotoshooting, um genug Bildmaterial zu haben. Außerdem beantworte ich jeden Tag E-Mails und kontaktiere Agenturen für Kooperationen, mit denen ich mich dann im Idealfall auch persönlich treffe. Zudem erstelle ich Newsletter, organisiere Veranstaltungen und treffe die Reisevorbereitungen für diverse Fashion Weeks.

„Ich erstelle jeden Tag einen Artikel und habe mindestens einmal in der Woche ein Fotoshooting, um genug Bildmaterial zu haben.“

Nebenher kümmere ich mich um die Buchhaltung, Steuern und natürlich Social Media. Bloggen bedeutet also nicht nur, ein paar Wörter zu tippen, sondern ist ein sehr weitreichendes Arbeitsfeld. Daher habe ich eigentlich keinen freien Tag, denn es ist immer etwas los. Aber da sich mein Blog im Grunde um mein Leben dreht, sind mein Privatleben und mein Beruf sehr eng miteinander verknüpft.

Viele Leute fragen sich, wie man mit Bloggen konkret Geld verdient. Welche Strategien gibt es da?

Es gibt drei Möglichkeiten. Die erste, und wohl gängigste Methode sind Kooperationen. Das bedeutet konkret, dass ich über ein bestimmtes Produkt auf meinem Blog schreibe. Die entsprechende Firma bittet mich dann, rund um das Produkt eine Geschichte zu erzählen, wobei natürlich das Produkt zum Blogger passen muss. Bei mir sind es meisten Kleidungsstücke, zum Beispiel neue Schuhe, die ich dann in ein Outfit integriere. Die zweite Möglichkeit sind Werbekampagnen. Hierbei wird man im Prinzip das Gesicht einer Marke und arbeitet regelmäßig mit dieser zusammen.

Zum Beispiel habe ich mit der Champagnermarke Veuve Clicquot exklusiv ein halbes Jahr zusammengearbeitet und unter anderem haben wir eine Blog-Party veranstaltet, um das Produkt bekannter zu machen. Wichtig dabei ist, das Produkt authentisch zu präsentieren. Die dritte Möglichkeit ist das Affiliate Marketing. Über sogenannte Tracking Links erhält man beim Verkauf eines Produkts eine Provision. Letzteres nutze ich jedoch nicht, sondern setze vor allem auf Kooperationen. Hierbei ist es wichtig, seine eigene Richtung festzulegen und gegebenenfalls Angebote, die nicht passen, auch mal abzulehnen.

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