EXIST-Gründerstipendium: „Mit einem guten Team und einer wirtschaftlichen Perspektive steht einer Förderung nichts im Wege.“

Das EXIST-Programm vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bietet für angehende Gründer und Gründerinnen ein großartige Möglichkeit für die Finanzierung der Startup-Idee. Auch die im „The Female Founders Book“ interviewten Gründerinnen Anna Kaiser und Jana Tepe von Tandemploy starteten mit dem EXIST-Stipendium. Wir haben mit Dr. Thomas Großmann, der beim Projektträger Jülich (PtJ) für die Fachkommunikation zum EXIST-Programm verantwortlich ist, über die Bewerbungsvoraussetzungen und vieles mehr gesprochen!

Exist (BMWi) and The Female Founders Book

Vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) wird das EXIST-Programm für Gründerinnen und Gründer angeboten. Welche erfolgreichen Gründerinnen haben bereits diese Unterstützung erhalten?

Vom EXIST-Gründerstipendium haben seit 2007 schon sehr viele Gründungsprojekte profitiert. Jedes Jahr fördert das BMWi je nach Qualität der Projekte 160 bis 200 Gründungsvorhaben. Mitte 2017 waren es daher schon 1.664 Projekte, die ein EXIST-Gründerstipendium für ein Jahr erhalten haben.

Darunter sind auch einige echte Erfolgsbeispiele für Start-ups von Gründerinnen. Beispiele wären hier Tandemploy, Performanat, feelSpace oder Texlock.

Wer kann sich darauf bewerben? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?

Das EXIST-Gründerstipendium steht allen Hochschulabsolventen offen bis zu fünf Jahre nach ihrem Abschluss. Davon sind auch Ausnahmen innerhalb eines Teams möglich. Wichtig ist bei uns eine innovative wissensbasierte Idee für ein Produkt oder eine Dienstleistung.

Mit einem guten Team, das über die nötigen Qualifikationen verfügt, und einer wirtschaftlichen Perspektive für das geplante Start-up steht einer Förderung nichts im Wege.

Dabei darf das Unternehmen aber noch nicht gegründet sein. Die Gründung kann erst während der EXIST-Förderung erfolgen.

Welche Art der Unterstützung erhalten Gründerinnen und Gründer durch das EXIST-Programm?

Das Programm ist in erster Linie eine kostenlose Pre-Seed-Finanzierung, denn die Gründerinnen erhalten für zwölf Monate je nach Qualifikation ein Stipendium von meistens 2.500 Euro. Dazu kommen 35.000 Euro für Sachmittel und Coachingmaßnahmen. Das summiert sich dann auf rund 125.000 Euro.

Ganz wichtig ist aber auch die Unterstützung vor Ort, die von den Gründungsnetzwerken der Hochschulen geleistet wird. Hier gibt es von erfahrenen Gründungsberatern Hilfe bei der Antragstellung und später bei der Erstellung des Businessplans während der Projektlaufzeit. Ein Mentor an der Hochschule gibt fachliche Unterstützung und häufig stehen auch kostenlose Büroräume zur Verfügung.

Insofern ist für alles gesorgt und es gibt kein Risiko! Denn selbst wenn das Projekt nicht klappen sollte, muss man das Geld nicht zurückzahlen.

Handelt es sich um ein laufendes Programm oder gibt es hier Bewerbungsdeadlines?

EXIST ist ein laufendes Programm und daher können für das Gründerstipendium jederzeit bis Ende 2020 Förderanträge gestellt werden. Wir hoffen natürlich, dass EXIST auch danach weiterläuft.

Wo kann man sich bewerben?

Für die Begutachtung und Abwicklung der EXIST-Anträge hat das BMWi den Projektträger Jülich (PtJ) beauftragt. Den Antrag kann man aber nur gemeinsam mit einer Hochschule stellen, die man sich als Gründerin frei wählen kann. Hier gibt es fast überall Gründerbüros oder Entrepreneurship-Zentren, mit denen man seine Start-up-Idee einfach mal besprechen sollte.

Auf der EXIST-Website kann man nach den nächstgelegenen Hochschulen suchen und findet auch die nötigen Kontaktdaten. Ausführliche Infos zum Programm gibt es auf www.exist.de natürlich auch.

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