Forscher von dem Global Entrepreneurship Monitor (GEM) und dem Babson College hatten 2014 eine Studie zum Thema Entrepreneurship durchgeführt. Dabei analysierten sie etwa 72% der Weltbevölkerung und etwa 90% des Bruttoinlandsprodukts der Welt.

Global gesehen stieg die totale frühe Entrepreneurship-Aktivitätsrate seit 2012 um 7%, während sich die Geschlechterlücke (das Verhältnis von Frauen zu Männern im Unternehmertum) um 6% schloss. Ein Grund sind viele neue Unternehmen, welche vor allem in Afrika von Frauen aus einem Notstand heraus gegründet werden. Trotzdem hat es immer noch zu wenig weibliche Unternehmerinnen auf der Welt! Das liegt vor allem am mangelnden Vertrauen der Frauen in ihre Fähigkeiten als Unternehmerin und einer damit zusammenhängenden Versagensangst – die Studie zeigt ganz klar, dass grösseres Selbstvertrauen mit höheren Gründungsraten zusammenhängt.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz sehen viele Frauen Möglichkeiten für ein Unternehmertum, allerdings mangelt es an Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten – nur 29% der Frauen in Deutschland denken beispielsweise, dass sie für das Unternehmertum geeignet sind (Österreich: 41%, Schweiz: 33%). Die Versagensangst bei Frauen ist in allen drei Ländern dagegen auffallend hoch, auch im Vergleich zu Männern. Die Autoren spekulieren, dass dies mit mehr Karrieremöglichkeiten zusammenhängen könnte – es kann der Eindruck entstehen, dass mehr zu verlieren ist, wenn sich Frauen gegen eine “klassische” Karriere entscheiden.

Insgesamt gesehen ist also ein positiver Trend sichtbar, aber Frauen sollten noch stärker dabei unterstützt und ermutigt werden, den Schritt zum Unternehmertum zu wagen.

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