Herausforderungen und Erflog mit Mona Rübsamen

Mona Rübsamen war vor ihrer Gründung bereits seit 1998 im Musikgeschäft bei MTV Deutschland tätig, wo sie für den Programmaufbau verantwortlich war. Und so war es nur eine Frage der Zeit bis Mona auch ihr eigenes Business gründen würde. Aber das war nicht zu vergessen die Herausforderungen, die es mit sich brachte. 2004 startete sie dann in Berlin zusammen mit zwei Mitgründern den Radiosender MotorFM als Plattform für regionale Musikwirtschaft.

Unter dem Claim „FluxFM – Die Alternative im Radio“ hat sich der Berliner Szene-Sender auf die Musikrichtungen Alternative Pop, Indie und Elektro spezialisiert und bietet mittlerweile auch eine Plattform für die Berliner Kreativ- und Gründerszene. Mit FluxMusic werden ergänzend 25 kuratierte Radiosender als Livestream via Internet bzw. App verbreitet, ein ‘female artist only’-Kanal ist auch dabei.

Unternehmertum steht auch für viel Verantwortung, die Herausforderungen schaffen. Was bedeutet das für dich?

Das Thema Verantwortung spielt in meinem unternehmerischen Denken eine große Rolle. Ich bin nicht nur für dieses tolle Projekt, sondern auch für unsere 40 Mitarbeiter und deren Familien verantwortlich. Auch wenn es eine Herausforderung ist, bin ich sehr stolz, dass es uns gelungen ist, ein Unternehmen aufzubauen, in der man als Mensch wertgeschätzt wird sowie Familie und Beruf verbinden kann.

Gibt es noch andere Dinge, die du rückblickend am Anfang der Gründung eines Unternehmen gern gewusst hättest?

Ich hätte in drei Bereichen gerne mehr gewusst. Zum einen im Bereich Crossmedia, wo wir gelernt haben, dass wir mit dem ganzen Technologiebereich zeitgemäß vertraut sein müssen. Unsere Social Media Aktivitäten sind sehr gut, aber wir hätten beispielsweise unseren Videobereich schon ein bisschen früher aufbauen können. Allerdings fehlten uns dazu auch die Kapazitäten und Mittel. Eine zweite Einsicht ist die Talentförderung. Man sollte immer wieder Nachwuchs rekrutieren und aufbauen. Wir hatten eine Phase mit einigem Personalwechsel, auf die wir nicht richtig vorbereitet waren. Im Personalmanagement sollte man daher stets vorausplanen. Der dritte Bereich ist die Finanzadministration, wo wir anfangs ein paar Fehler gemacht haben. Das war ein wichtige Herausforderung. Deshalb sollte dieser gut organisiert sein, damit man jederzeit den Überblick hat.

“Als Unternehmer sollte man die vier Bereiche – Beruf, Freunde, Partner und sich selbst – gleichberechtigt pflegen. Dann hat man die Kraft lange durchzuhalten.”

Die Gründerin Mona Rübsamen Porträt

Auch wenn man den Wunsch nach einer Unternehmensgründung verspürt, haben viele oft auch Angst vor diesem Schritt. Wie denkst du darüber?

Die Angst kann man nicht komplett ignorieren. Aber man kann anerkennen, dass sie da ist und sollte sich nicht von ihr beherrschen lassen. Wenn man die Sache ganz pragmatisch betrachtet, ist es so, dass es nie Sicherheit gibt. Selbst bei einer Festanstellung kann immer etwas passieren, wie Krankheit oder eine Unternehmeninsolvenz. Als Gründerin wird man hingegen trainiert, flexibel zu sein. Letztlich kann nichts Schlimmes passieren, wenn man gesund ist, einen guten Lebenslauf hat, teamfähig ist und gut mit Menschen umgehen kann. Dann wird man immer einen Job finden. Das ist garantiert. Leider gibt es in Deutschland, anders als in den USA, keine Kultur des Scheiterns. Wenn dort etwas nicht klappt, dann hört man eben damit wieder auf und fängt etwas Neues an. Diese Einstellung sollten junge Gründer ebenfalls in sich tragen – dann werden sie erfolgreich sein!

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