Investoren finden: Wie?Wo?Wer? – Interview mit Cécile Wickmann

Cécile Wickmann gründete im Jahr 2013 ihr Unternehmen. Das Start Up REBELLE  ist ein Online-Marktplatz für Designer-Vintagemode und gleichzeitig eine Plattform für Kundinnen, die Vintage-Designermode, Taschen, Schuhe und Accessoires kaufen oder verkaufen wollen. REBELLE übernimmt dabei Verkaufsservice, das Erstellen professioneller Beschreibungen, Fotos und den Versand. Zudem unterliegt jeder Artikel der Prüfung auf Zustand und Echtheit. Das Unternehmen mit Sitz in Hamburg bietet über 600 Designermarken an und ist mittlerweile in ganz Europa aktiv.

Du hast Hanse Ventures, ein Company Builder in Hamburg, sehr schnell als ersten Investor gewonnen. Wie kam es dazu?

Ich habe vorher bei Hanse Ventures als Business Analyst gearbeitet. Dort habe ich intern meine Idee und das Konzept von REBELLE vorgestellt. Glücklicherweise waren alle Partner schnell überzeugt und haben mir Unterstützung angeboten.

Wie sollte man als Gründer/in vorgehen, wenn man auf der Suche nach Investoren zur Finanzierung seiner Geschäftsidee ist?

Oftmals erfolgt der Erstkontakt zu einem Investor durch eine Drittperson oder per E-Mail. Als junger Gründer weiß man oft nicht, wie man sich und seine Idee angemessen präsentiert und seine Motivation am besten darstellt.

Es ist wichtig ordentliche Unterlagen parat zu haben, die so knackig und interessant sind, dass man zu einem persönlichen Gespräch eingeladen wird.

Übrigens, der Businessplan sollte auch nicht unbedingt ein 30-seitiges Pamphlet sein, sondern kann auf eine gute Excel-Tabelle und ein paar PowerPoint-Slides reduziert sein. Darüber hinaus kann es helfen zu verstehen, wie Investoren denken. Denn diese versuchen ihr Risiko so gering wie möglich zu halten. Bei „klassischen“ Venture- Capital-Gebern sind es oft Investments, die ein hohes Risiko haben. Da man vorher nicht wissen kann, welches Unternehmen nachher wirklich erfolgreich wird, ist es für sie wichtig, viele Investments zu machen, die alle eine so hohe Gewinn-Chance haben, dass eventuelle Verluste anderer Firmen gedeckt werden können und zudem eine vernünftige Rendite erwirtschaftet werden kann. Wenn anfangs kein großer Kapitalbedarf besteht und es keine zu starken Wettbewerber gibt, kann es sich auch anbieten, das Unternehmen langsam aufzubauen. Dann können eigene Geldmittel eingesetzt, finanzielle Unterstützung von Familie und Freunden erhalten oder Gründerzuschüsse beantragt werden. In einem solchen Fall braucht es dann folglich gar keine Großinvestoren.

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