Selbstständigkeit: Erfolgreicher Start für Lea-Sophie Cramer

Lea-Sophie Cramer realisierte ihren Wunsch von Selbstständigkeit mit der erfolgreichen Gründung des Online-Shops Amorelie. Das Startup ist ein Online-Lifestyleshop, der Lovetoys, Dessous, Kosmetikprodukte, Bücher und Massageöle mit Stil verkauft.

Die Amorelie Gründerin Lea-Sophie Cramer spricht über Erfolgsstrategien bei der Gründung und Dinge, die sie besonders während der Gründungszeit dazulernte. 

Woher nimmst du deine Selbstsicherheit im Selbstständigkeit zu schaffen?

Meine Eltern haben immer gesagt, dass ich alles werden kann, was ich will. Und sie haben sich immer stark für Frauenrechte eingesetzt und versucht, das in ihre Firmen einzubringen. Ich wurde so erzogen, mich wegen des Frau-Seins nicht anders zu fühlen als jeder andere Mensch. Es hilft aber auch, ehrlich zu sich selbst zu sein. Wenn das Studium gerade erst absolviert wurde, ist es klar, dass keine Berufserfahrung vorhanden ist. Das ist völlig okay! Man muss keine Angst vor dem Neuen haben, sondern sich sagen: ‘Hier stehe ich, das kann ich und das kann ich nicht, aber ich werde mein Allerbestes geben. Das, was ich nicht kann, lerne ich dazu!’ Diese Selbstsicherheit kann jeder in sich tragen, egal, wo er gerade in seiner beruflichen Laufbahn steht.

Du warst schon mit 23 Jahren sehr erfolgreich als Vice President International für den asiatischen Markt bei Groupon tätig. Wie erklärst du dir diesen Erfolg in der Selbstständigkeit?

Erfolg ist immer ein Dreiermix aus Möglichkeiten, Fähigkeiten und Willen. Die Möglichkeit zu bekommen, etwas zu schaffen, die eigenen Fähigkeiten, dies umzusetzen, sowie Motivation, Fleiß, Ehrgeiz und Leidenschaft zu haben, führen, alle gepaart miteinander, meiner Meinung nach zum Erfolg.

Ich habe außerdem viel Glück gehabt, dass meine Fähigkeiten, mein persönlicher Charakter und das, was ich bis dahin gelernt hatte, sehr gut zu meiner damaligen Stelle gepasst haben. Ich hatte einen starken Ehrgeiz und wollte mich sehr engagieren.

Ich glaube aber auch, dass es Dinge gibt, die dich befähigen, leichter in Führungspositionen zu gelangen, wie beispielsweise Selbstsicherheit mitzubringen und auszustrahlen, damit sich Mitarbeiter sicher bei dir fühlen. Zudem sollte man eine unglaubliche Wissbegierde mitbringen, den Willen, ganz viel zu lernen, eine schnelle Auffassungsgabe haben und stets selbstkritisch bleiben. Am wichtigsten ist aber das innere Feuer. Gerade als Chef musst du deine Mitarbeiter mitreißen können und wirklich für das brennen, was du tust. Dann kannst du dies auch auf andere übertragen und sie ebenso begeistern.

Gab es auch Fehler, die du in deiner Gründungszeit gemacht hast?

Am Anfang haben wir nicht wirklich an uns geglaubt, weswegen wir bei Finanzierungsrunden relativ viele Anteile abgegeben haben. Man weiß eben nicht genau, wie viel man oder die Idee wert ist. Klar hat das Risiko eines Start-ups auch einen entsprechenden Gegenwert, aber ich denke, rückblickend haben wir uns zu sehr verunsichern lassen. Außerdem würde ich das nächste Mal den Mitarbeitern noch mehr Unternehmensanteile geben, denn wenn man sehr gute Leute hat, dann ist das genau richtig investiert. Rückblickend würde ich mich zudem früher von Mitarbeitern trennen, wenn man merkt, dass es nicht richtig passt.

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