Startup Tipps für Frauen von Delia Fischer – über Ängste und Herausforderungen

Delia Fischer hatte schon immer ein Faible für schöne Dinge. Deswegen brachten Ihre Leidenschaft für Interior und Design, die auch stark vom feinen Einrichtungsgespür ihrer Mama geprägt wurde, und das Entdecken einer Marktlücke, die junge Gründerin schließlich auf die Idee zu Westwing.

Westwing ist Deutschlands größter Shopping-Club für Möbel und Interior-Accessoires mit 26 Millionen Mitgliedern in 14 Ländern, in denen das Startup mittlerweile aktiv ist. 

“Einrichten soll Freude und das Zuhause gute Laune machen!“

– Unter diesem Motto folgte Delia ihrer Leidenschaft für schöneres Wohnen. Im Interview über ihre Selbständigkeit spricht sie über Ängste vor der Startupgründung, anfänglichen Herausforderungen und unnötiger Rollenanpassung von Frauen in der Startup -Welt.

Hattest du auch Angst bei der Gründung deines Startups?

Ich hatte natürlich Angst vor der Gründung eines eigenen Unternehmens. Die meisten Ängste sind aber oft undefiniert. Man hat einfach vor irgendetwas Angst, kann dies aber nicht wirklich in Worte fassen. Ich habe damals mit meiner Mutter gesprochen. Normalerweise sagen einem die Eltern ja eher, dass man lieber im sicheren Job bleiben sollte. Doch meine Mutter meinte, dass ich mir einfach überlegen sollte, was das Schlimmstmögliche bei der Gründung ist, das passieren kann. Das war ein sehr guter Rat. Was war also das Schlimmste, was passieren konnte? Wenn es nach ein paar Monaten nicht geklappt hätte, dann hätte ich als Freelancer arbeiten oder einen neuen Job finden können. Ich war damals 27 Jahre und hatte keine Familie und keine Wohnung, die ich abbezahlen musste. Also, war es einfacher sich selbständig zu machen. Wenn nicht jetzt, wann dann?!

Wie arbeitsintensiv waren deine ersten Jahre als Gründerin?

In den ersten zwei Jahren meiner Gründung habe ich gar keinen Urlaub gemacht und auch an Wochenenden und Feiertagen gearbeitet. Ein bis zwei Jahre kann man auch voll durchpowern, aber man sollte sich in Acht nehmen. Meine Freunde sagten damals zu mir, dass ich jetzt dringend eine Pause machen sollte und wir machten dann zwei Wochen Urlaub auf einem Boot – ohne Telefonempfang. Ich dachte erst, ich drehe durch. Aber der Urlaub und die Erholung haben mir sehr gut getan.

Mittlerweile achte ich darauf, dass ich in einem bestimmten Rhythmus ein langes Wochenende nehme oder im Sommer auch mal zwei Wochen Urlaub mache. Anderenfalls ist man nur noch in seinem Hamsterrad und kommt nicht mehr auf neue Ideen. Außerdem ist Priorisieren überaus wichtig. Mir blutet zwar bei vielen Dingen das Herz, da ich einfach alles in meinem Unternehmen gerne machen würde. Doch das geht einfach nicht. Man muss lernen in dem Startup, bestimmte Dinge zu delegieren und den Mitarbeitern dafür auch die notwendige Verantwortung zu übergeben.

Was ist dir als Frau in der Startup -Welt aufgefallen?

Ich habe teilweise das Gefühl, dass von einer Frau in der Startup -Welt eine Anpassung an männliche Attribute und Sprache erwartet wird. Am Anfang habe ich mir auch oft gediegenere Kleidung angezogen. Mittlerweile stehe ich jedoch zu der Art, wie ich bin, und trage auch mal hohe Schuhe. Deswegen ist mein Tipp an alle jungen Gründerinnen, sich selbst treu zu bleiben und auf die eigenen Stärken zu setzen. Und Frauen sollten auch öfters mal ‘Nein’ sagen, wenn sie zum Beispiel mit einer Idee im Startup -Team nicht einverstanden sind. Oft wollen Frauen gerne gemocht werden und sagen daher nichts, aber wenn man respektiert werden möchte, sollte man an seine Sache glauben und hartnäckig bleiben.

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