Unternehmerinnen mit Leidenschaft und klarer Vision.

Anna Kaiser studierte zunächst Grundschullehramt in Passau, merkte nach ihrem Examen und dem Mitaufbau einer Grundschule aber schnell, dass ihr das Bildungssystem insgesamt viel zu starr war. Ihre Mitgründerin Jana Tepe studierte Kommunikationswissenschaften und Wirtschaft und arbeitete in verschiedenen Marketingfirmen, bevor sie Personal und Marketingmanagerin bei i-potentials wurde. Die Gründerinnen trafen aufeinander als Anna Kaiser nach Berlin zog und im selben Unternehmen tätig wurde wie Jana. Beide Frauen merkten durch ihren Job, wie sich die Arbeitswelt verändert und entwickelten nach und nach große Leidenschaft für die Idee der lebensfreundlicheren Arbeitswelt. Schließlich gründeten Jana und Anna dann die Online-Plattform für Jobsharing Tandemploy, über welche man den perfekten Job-Sharing-Partner finden kann.

Die zukünftigen Unternehmerinnen waren bei ihrer Idee, einen Job-Sharing Plattform aufzubauen von Anfang an mit Leidenschaft dabei. Wie sie ihre Vision verwirklicht haben, verraten sie im Interview.

Wie gut habt ihr euch bereits vor der Gründung gekannt? Woran habt ihr gemerkt, dass ihr gut harmoniert und eure Leidenschaft und Vision als Unternehmerinnen teilt?

Jana: Wir haben beide im gleichen Unternehmen gearbeitet, allerdings in verschiedenen Abteilungen. Wir kannten uns daher vor der Gründung bereits, aber noch nicht sehr gut. Wir hatten jedoch beide dieselbe Begeisterung für unsere Idee von Jobsharing und einfach gekündigt. Erst als wir zwei Monate später Tandemploy gründeten, haben wir uns noch besser kennengelernt. Und das hat glücklicherweise auch richtig gut gepasst.

Anna: In einer E-Mail, die ich Jana damals zum ersten Mal schrieb, stand:

„Jana, ich finde es einfach nur toll. Ab jetzt wird jeder Tag super, ab jetzt wird es einfach nur noch schön!“.

Drei Jahre später kann ich das noch immer so unterschreiben. Die Gründung ging sehr schnell und es ist schon ein Glück, dass wir jetzt so toll miteinander arbeiten und enge Freunde geworden sind.  

Jana: Stimmt, die gemeinsame Vision und die Bereitschaft, dafür alles zu geben, hat sicherlich auch dazu beigetragen, dass es direkt so gut gepasst hat. Alles andere hat sich dann gefügt.

Was ist eure Vision für Jobsharing bei Tandemploy?

Jana: Menschen können mit weniger Arbeit mehr erreichen, wenn sie ihre Zeit einfach cleverer nutzen. Unsere Vision ist, pragmatische Tools und Lösungen anzubieten, mit denen man bereits heute mit flexiblen Arbeitsmodellen anfangen kann. Damit wollen wir als Unternehmerinnen erreichen, dass die Menschen im beruflichen sowie im privaten Leben wieder glücklicher sind.

Welche Form der Finanzierung habt ihr als Unternehmerinnen für euer Jobsharing Plattform genutzt?

Jana: Wir haben uns zuerst überlegt, wen wir mit ins Boot holen wollen. Wir brauchten jemanden, der unsere Werte teilt und den Aufbau des Teams unterstützt. Wir haben zuerst ein EXIST-Gründerstipendium beantragt und das auch bekommen. Das war toll! Darüber haben wir dann auch Mentoren gefunden, mit denen wir mittlerweile auch gut befreundet sind. Das war ganz zu Beginn unserer Gründung. Anna: Auch bei der größeren nächsten Runde sind wir unseren Werten treu geblieben und haben bewusst Unternehmerinnen gesucht, die wirtschaftlich nachhaltig arbeiten und damit auch langfristig investieren würden. Diese haben wir sehr aufwändig und persönlich und auf dem Postweg kontaktiert und hier auch viel Mühe und  reingesteckt. Am Ende hat es sich für uns sehr gelohnt und die Leidenschaft fürs Thema Jobsharing definitiv ausgezahlt.

Unternehmerinnen mit Leidenschaft

Wie wichtig ist es für Unternehmerinnen, konkrete Erfahrungen beim Aufbau eines Startups mitzubringen?

Anna: Wenn man eine Idee hat und mit Leidenschaft dafür brennt, muss man vorher nicht unbedingt Erfahrung gesammelt haben um seine Vision zu verwirklichen. Man kann sich alles selbst beibringen. Wenn man beispielsweise einen Businessplan schreiben muss, dann kann man das notwendige Wissen dazu recherchieren. Wenn man interessiert ist und einen Sinn darin sieht, dann kann man auch viel selbst dazu lernen.

Lies das Gesamtinterview im „The Female Founders Book. Das Buch für unternehmerische Inspiration.“

Das Buch erhälst du in unserem Shop.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.