Woman in Robotics: Robo Wunderkind Gründerin Anna Iarotska

Anna Iarotska studierte in Kiew Wirtschaft und war danach mehrere Jahre in der Unternehmensberatung und im Investment Management tätig. Nach einem zweiten Masterstudiengang in Development Management an der London School of Economics war sie einige Monate Teil eines Technologietransfer-Projektes der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), in welchem sie unter anderem das Innovationssystem Georgiens analysierte, bevor sie 2013 mit ihren beiden Mitgründern Rustem Akishbekov und Yuri Levin, welche beide aus Kasachstan stammen, das Start-up Robo Wunderkind ins Leben rief.

„Als Unternehmerin muss man sich darauf gefasst machen, dass nicht alles so funktioniert, wie man es sich vorstellt.“

Das Unternehmen stellt Spielzeug-Roboter her, die Kinder selbst bauen und programmieren können, womit der aktive Umgang mit Technologie gefördert werden soll.

Wie kann man sich euer Produkt konkret vorstellen?

Der Roboter ist für Kinder, die gerne experimentieren. Sie stellen einen Roboter aus Modulen zusammen und sehen, was mit diesen gemacht werden kann. Beispielsweise kann man aus den Modulen ein kleines Auto bauen und bestimmte Ereignisse mit Hilfe von Apps am Roboter steuern. Zum Beispiel leuchtet der Roboter rot auf, wenn er auf ein Hindernis trifft. Das Spannende dabei ist, dass die Kinder den Roboter selber bauen und programmieren können, und das alles in sehr zugänglicher und verständlicher Form.

Welche Vision verfolgt ihr dabei durch euer technologisches Produkt?

Durch das selbstständige Zusammenbauen der Roboter lernen Kinder vor allem Kreativität. Das hilft ihnen in einem sicheren Umgang mit Technologie. Sie lernen die Grundlagen des Programmierens und der Robotik. Wir erhoffen uns, dass sich Kinder damit für alles technisch Geprägte, die Robotik und das Programmieren begeistern lassen.

„Wir erhoffen uns, dass sich Kinder damit für alles technisch Geprägte, die Robotik und das Programmieren begeistern lassen.“

Das soll nicht bedeuten, dass alle dadurch Programmierer werden sollen. Aber heutzutage wachsen Kinder zwar mit dem Tablet und Computerspielen auf, nutzen damit die Technologie jedoch nur passiv. Uns ist es wichtig, dass Kinder vielmehr die Technologien aktiv nutzen, einfach ausprobieren und daran Spaß haben.

Was waren eure ersten Gründungsschritte?

Zuerst haben wir mit einem kurzen Video, das unsere Idee und einen Prototyp zeigte, an einem Ideenwettbewerb teilgenommen und dort 10.000 Euro gewonnen. Der Wettbewerb war für uns eine tolle Bestätigung unserer Vision und sehr motivierend. Wir haben die Arbeit dann fortgesetzt und uns bei Accelerators beworben. Wir wurden dann in dem Accelerator-Programm HAX aufgenommen und haben anschließend ein halbes Jahr in China verbracht. Das war eine sehr intensive Zeit. Es waren insgesamt zehn Teams mit dabei und wir haben alle viel und hart gearbeitet. Aber das war auch eine tolle Erfahrung, da wir uns als Teil von etwas Größerem gefühlt und gegenseitig unterstützt haben.

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